Der Preis

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„Frankreich? Deutschland? Das hatten wir doch alles schon.“ Jeder Journalist, der schon einmal versucht hat, ein deutsch-französisches Thema in einer Redaktion zu platzieren, kennt diese Reaktion. Deutsch-französisch – das klingt über 50 Jahre nach dem Elysée-Vertrag so selbstverständlich und irgendwie auch unattraktiv. Dabei ist das tatsächliche Wissen über den Nachbarn, sieht man einmal etwas genauer hin, häufig recht dünn und oberflächlich.

Auch wenn über sechzig Jahre nach Kriegsende die Vergangenheit weitgehend aufgearbeitet erscheinen mag, so ist die gegenseitige Verständigung damit nicht abgehakt und erledigt. Denn Verständigung ist ein ständiger Prozess. Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten kann man beobachten, dass so mancher „Meinungsführer“ aus Wirtschaft, Politik, Kultur leicht wieder Zuflucht nimmt zu alten Klischees – und leider auch Medien findet, die diese Ansichten ungeprüft und unkommentiert verbreiten.

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis hat es sich seit 1983 zur Aufgabe gesetzt, solchen Entwicklungen entgegen zu steuern, indem er herausragende Beiträge zu deutsch-französischen und auch europäischen Themen in allen journalistischen Genres prämiert und deren Autoren damit in ihrer Arbeit bestärkt – sowie die Redaktionen, die diese Beiträge in ihren Programmen platziert haben.

Dabei fördert der DFJP die Verständigung auch, indem er deutsch-französische Medien und Medienschaffende zu Zusammenarbeit anregt. Die Jurys des DFJP sind längst auch zu einer Kontaktaustauschbörse geworden, die die Jurymitglieder zum Netzwerken im Sinne des Preises nutzen. Und die am Preis beteiligten Medien und Institutionen (Saarländischer Rundfunk, Deutschlandradio, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), France Télévisions, die Saarbrücker Zeitung, ARTE, die Deutschen Welle, die Saar LB, das Gustav-Stresemann-Institut, das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Deutsch-Französische Hochschule, Le Républicain Lorrain, Radio France, die Fondation Robert Schuman und das Deutsch-Französische Institut) bilden gemeinsam das größte deutsch-französische Konsortium dieser Art.