Preisträger 2014
Helmut Schmidt † und Valéry Giscard d'Estaing (Foto: ZB-Fotoreport/Peer Grimm)
Medienpreis
Helmut Schmidt † und Valéry Giscard d'Estaing
Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt † und der frühere französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing werden für ihre herausragenden Verdienste um die deutsch-französischen und europäischen Beziehungen mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis 2014 geehrt. Beide Staatsmänner haben eine wegweisende Rolle für die deutsch-französische Zusammenarbeit und die europäische Integration gespielt und diese nachhaltig geprägt. Über Parteigrenzen hinweg verstanden sie es, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den deutsch-französischen Beziehungen neuen Elan zu geben und Europa maßgeblich zu gestalten.
Ilona Kalmbach
Sabine Jainski (Foto: Peter Petrides)
Kategorie Video
Sabine Jainski / Ilona Kalmbach
WDR / ARTE

Der Videopreis geht an Sabine Jainski und Ilona Kalmbach für den berührenden Dokumentarfilm „Superfrauen gesucht – Im Spagat zwischen Arbeit, Kindern und Pflege der Eltern“.

Der Film überzeugt durch seine sensible und professionelle Machart. Es gelingt den Autoren, auf vielseitige und verständnisvolle Weise, die Mehrfachbelastungen der Protagonistinnen in Frankreich und Deutschland aufzuzeigen, die neben dem Spagat zwischen Beruf und Kindererziehung auch die Pflege der Eltern zu bewältigen haben. Dabei entwickeln sie die unterschiedlichen deutsch-französischen Mentalitäten ebenso, wie die Bedeutung dieses Themas für die Zukunft.

Clemens Hoffmann
Kategorie Audio
Clemens Hoffmann
WDR 5

Mit dem Audiopreis wird Clemens Hoffmann für „Das Kartell der Perlen - Wie die Champagne die Preise macht“ ausgezeichnet, gesendet auf WDR 5.

Die Jury schätzt die journalistische Aufarbeitung und die Einsichten in die wirtschaftlichen Hintergründe des Champagner-Business. Die Welt der Perlen erschließt sich dem Hörer nicht nur aus der Sicht des Verbrauchers, sondern auch aus der des Produzenten und der Vermarktung. Beeindruckt war die Jury auch von der sehr weit gespannten und umfangreichen Recherche, durch die ein bekanntes Konsumprodukt aus einem neuen Blickwinkel betrachtet wird. Der Beitrag wendet sich an ein breites Publikum.



Kategorie Textbeitrag
Marie-Pierre Lannelongue / Elisabeth Raether stellvertretend für die Autoren von
M Le Magazine du Monde / ZEIT Magazin

Den Preis in der Kategorie Textbeitrag erhalten Marie-Pierre Lannelongue und Elisabeth Raether, stellvertretend für die Autoren von „France-Allemagne - Ich Liebe Dich (moi non plus)“.

Die Jury begrüßt die Initiative des Gemeinschaftswerks eines deutschen und eines französischen Magazins – sei es die redaktionelle oder die illustrative Herangehensweise. Einhellig hervorgehoben wurde der Artikel „Scenes de ménages“, der mit großem Fingerspitzengefühl die kulturellen Feinheiten zwischen Deutschen und Franzosen beschreibt, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Die Gesamtleistung lebt von Fülle und Vielfalt der Beiträge und blickt präzise hinter die Kulissen der deutsch-französischen Partnerschaft.

Kategorie Multimedia
Die Autoren des Onlinemagazins paroli, die an dem Projekt „Kopf oder Zahl“ mitgewirkt haben

In der Kategorie Multimedia geht der Preis an die Autoren des Onlinemagazins paroli, die an dem Projekt „Kopf oder Zahl“ mitgewirkt haben.

Das Projekt dokumentiert auf erfrischende, emotionale Weise Lebenswelten junger Europaeer. Die Idee ‘Kopf oder Zahl’ wird sowohl inhaltlich als auch gestalterisch beeindruckend umgesetzt. Gelungen ist auch die Bildsprache der Videos, Fotos und Infografiken. Obwohl das Angebot nur auf wenigen Browser-Betriebssystemkombinationen funktioniert, hat die Jury nach intensiver Diskussion beschlossen, das Projekt wegen seines innovativen Charakters auszuzeichnen.

Hanna Gieffers
Alain Le Treut
Nachwuchspreis - gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk
Hanna Gieffers / Alain Le Treut

Der Nachwuchspreis, gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, wird verliehen an Hanna Gieffers und Alain Le Treut für „Gefangen / Befreit“.

Die Autoren erzählen auf berührende Weise, wie persönliche Kontakte aus der Kriegsgefangenschaft nach dem zweiten Weltkrieg Deutsche und Franzosen einander näher gebracht haben. Das multimediale Dossier beleuchtet einen wenig bekannten Aspekt der deutsch-französischen Nachkriegsgeschichte und setzt dabei auf Zeitzeugenberichte und Dokumente.